Ein Abnahmeprotokoll macht aus einem Längsschneidversuch an Textilien eine Entscheidung, die Produktion und Einkauf später nachvollziehen können. Es verbindet das bereitgestellte Material, das vereinbarte Endergebnis, die aufbewahrten Muster und die für die Freigabe zuständigen Personen. Bereiten Sie das Protokoll vor Versuchsbeginn gemeinsam mit dem Lieferanten vor.

Eingangsmuster eindeutig erfassen

Vergeben Sie eine Protokollnummer und ein Datum für den Versuch. Erfassen Sie Absender, Materialbeschreibung, Chargen- oder Rollenreferenz des Lieferanten, angegebene Zusammensetzung, Materialaufbau sowie vorhandene Beschichtungen oder Träger. Beschreiben Sie den Zustand des Musters bei Eingang sowie die für den Versuch vereinbarte Materialseite und Zuführrichtung. Fügen Sie bei Bedarf gekennzeichnete Fotos hinzu.

Falls in der Produktion mehrere Chargen verwendet werden können, geben Sie an, welche Charge der Versuch abbildet. Schließen Sie ungeprüfte Chargen vom Abnahmeumfang aus, bis beide Parteien deren Bewertung vereinbart haben.

Anforderungen an das Endprodukt vereinbaren

Halten Sie die vorgesehene Streifenbreite, das Kantenbild, die Form der Aufwicklung oder Sammlung und die spätere Verwendung fest. Definieren Sie für jede Anforderung die Prüfung, einschließlich Messmittel, Messstelle, Musterzustand und prüfender Person. Dokumentieren Sie jede vereinbarte zulässige Abweichung ausdrücklich; eine allgemeine Formulierung wie „gute Schnittqualität“ klärt keine spätere Meinungsverschiedenheit.

Der Katalog führt den YC-1700C als Längsschneidmodell mit zwei Klingen. Seine Eignung muss mit dem tatsächlichen Material und den vereinbarten Versuchsanforderungen bestätigt werden. Eine Modellbezeichnung allein ist kein Abnahmeergebnis.

Muster aus vereinbarten Versuchsphasen aufbewahren

Vereinbaren Sie vorab, aus welchen Versuchsphasen Muster aufbewahrt werden, etwa vom Anfang, aus der Mitte und vom Ende des Versuchslaufs. Kennzeichnen Sie jedes Muster mit Protokollnummer, Materialcharge, Phase, Streifen- oder Positionsreferenz und Entnahmedatum.

Notieren Sie das beobachtete Ergebnis neben der zugehörigen Musterreferenz. Bei Fotos sollte das Musteretikett sichtbar sein; erläutern Sie außerdem, was das Bild zeigen soll. Vereinbaren Sie, wer die physischen Muster aufbewahrt und wie lange sie verfügbar bleiben.

Abweichungen und Wiederholungsversuche dokumentieren

Listen Sie jede Abweichung einzeln auf, mit der betroffenen Anforderung, Musterreferenz, Beobachtung und zuständigen Person für die Nachverfolgung. Erfassen Sie vereinbarte Anpassungen und kennzeichnen Sie die Muster des Wiederholungsversuchs. Lassen Sie das ursprüngliche Ergebnis sichtbar, damit ein späterer Versuch den Grund für die Änderung nicht verdeckt.

Mit der Entscheidung der zuständigen Person abschließen

Ergänzen Sie die vom Kunden benannte abnahmeverantwortliche Person, den Ansprechpartner des Lieferanten, das Entscheidungsdatum und den freigegebenen Umfang. Geben Sie an, ob das Ergebnis angenommen, unter dokumentierten Bedingungen angenommen oder bis zur weiteren Bearbeitung zurückgestellt wird. Verweisen Sie auf offene Maßnahmen und die jeweils Zuständigen. Dies ist eine dokumentierte Entscheidung der vereinbarten Personen; sie bedeutet keine automatische Messung, Erkennung oder Qualitätsfreigabe durch die Maschine.